• Digital abgehängt

• 16 Millionen Menschen fühlen sich abgehängt!

Täglich erreichen uns Meldungen über massive Datenschutz- und Sicherheitsprobleme, Hackerangriffe, Datenmissbrauch, Manipulation und Erpressung. Viele Menschen sind dadurch verständlicherweise verunsichert oder überfordert.

Ein ungeübter Anwender oder Neueinsteiger ist in der Regel nicht in der Lage, dauerhaft wirksame Schutzmassnahmen zu ergreifen. Selbst routinierte Nutzer sind gelegentlich  überfordert. Viele Menschen stehen dem Netz deswegen sehr skeptisch gegenüber  oder entscheiden sich gar, das Netz komplett zu meiden. Keine gute Lösung.
 

Sieht man sich beispielsweise die wegbrechende Versorgungslage in einigen ländlichen Regionen an, wird schnell klar, dass ohne Internetzugang schon bald auch die banalsten täglichen Erledigungen zu einer echten Herausforderung werden. 


Es sind deshalb große Anstrengungen notwendig, diesen Menschen Kenntnisse zu vermitteln, die sie in die Lage versetzen, sicher und souverän durch die komplexe Gemengelage zu kommen. Lebenslanges Lernen ist mehr denn je die neue Herausforderung für alle Teile der Gesellschaft. Das gilt besonders für Digital- und Medienkompetenzen.

Kommunukationswissenschaftler Prof. Poerksen rät zum Beispiel jedem, „sein eigener Redakteur in einer digitalisierten Gesellschaft“ zu werden. Das ist im Hinblick auf die wachsende Gefahr durch Fake News und Manipulation von Wahlen sicherlich notwendig, wenn wir als mündige Bürger unsere Demokratie in die neue Epoche hinüberretten wollen.


16 Millionen Menschen zählen zu den digital Abseitsstehenden. Diese partizipieren gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang in der digitalen Welt.” (Studie Digital-Index der Initiative D21)



In ländlichen Regionen stellt die Digitalisierung die ältere Generation vor besonders große Herausforderungen, wie dieses Video des Bayrischen Rundfunks zeigt.



• Millionen ältere Mitbürger bleiben bei der Digitalisierung auf der Strecke

• Stiftung Digitale Chancen: 330.00 Tablets für Senioren

Die Stiftung Digitale Chancen hat in Kooperation mit Telefónica untersucht, ob und wie unsere älteren Mitbürger vom Internet profitieren könnten:

 

„Immer wieder hörten wir, dass sich Menschen von ihrer Rente und vor allem von der Grundsicherung keinen Tablet-PC nebst Vertrag für den Internetzugang leisten können. Bei Senioren in Wohn- und Pflegeheimen verschärft sich die Lage häufig noch: Im Rahmen der Pflegeversicherung steht allen Leistungsempfängern ein monatliches Taschengeld (offiziell: Entlastungsbetrag) von 100 bis 125 Euro zu.

Meist ist das zu wenig, um neben Dingen des täglichen Bedarfs – von Fahrgeld über Kleidung und Geschenke für Angehörige bis zu Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen – auch noch ein Tablet und einen Internet-Vertrag zu finanzieren.“

 

Vom Vorstand der Stiftung Digitale Chancen, Prof. Dr. Herbert Kubicek ergeht an die neue Regierung die Forderung, mit einer Kampagne „Senioren ans Netz” drei Millionen Senioren mit zunächst 330.000 Tablets auszustatten (siehe Masterplan). 

Die hierfür erforderlichen Investitionen von 50 Mio. Euro betrügen gerade mal ein Prozent des „DigitalpaktD” für unsere Schulen, für den fünf Milliarden vorgesehen waren. Der „DigitalpaktD” wurde von der ehemaligen Bildungsministerin Wanka (CDU) 2016 angekündigt, scheiterte aber an Wolfgang Schäuble. Im neuen Koalitionsvertrag taucht er in modifizierter Form erneut auf.

© Stiftung Digitale Chancen
© Stiftung Digitale Chancen

Die komplette Studie „Digital mobil im Alter“ sowie der Masterplan können hier heruntergeladen werden (PDF).




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