• Kinderarmut

• Kinderarmut in Deutschland

Zum Thema „relativer“ und „echter“ Armut in Deutschland gibt es  unterschiedliche Standpunkte und Statistiken. Das Deutsche Kinderhilfswerk beklagt 2,7 Mio. Kinder, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, Sigmar Gabriel spricht von 2 Mio. Kindern, andere von 1,8 Mio. bis 3.5 Mio. Kindern. Wahr ist, dass in Deutschland kein Kind verhungern muss. Aber viele müssen entbehren, was für die meisten Kinder selbstverständlich ist.

 

Trotz Kindergeld, Hartz IV und Grundsicherung kümmern sich zahllose karitative Projekte, wie z.B. die Arche, Children e.V, Lebensbrücke, Brotzeit, Immersatt e.V. und viele mehr um Kinder aus armen Familien, versorgen sie mit Schulfrühstück und warmen Mahlzeiten.

In diesen Familien, von denen viele auch vor den 2.000 Ausgabestellen der Tafeln anstehen, gibt es Geld nur für das Notwendigste. Meist fehlt das Geld für Klassenausflüge, neue Turnschuhe, ein Fahrrad oder für einen modernen Computer, mit dem neben eGames  auch für die Schule und den zukünftigen Beruf produktiv gelernt und gearbeitet werden kann. Eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und den sozialen und kulturellen Angeboten ist so kaum möglich. Vielfach wird aus Scham auch auf bestehende Angebote und Zusatzleistungen verzichtet. Die Digitalisierung verschärft diese Situation zusätzlich.

 

Gleichzeitig gibt es in Deutschland alles im Überfluss, nicht nur Lebensmittel. Über 20 Mio. PCs verstauben in deutschen Privathaushalten. Mehr als 120 Mio. funktionierende Handys liegen ungenutzt in Schubladen. Bei Unternehmen und Behörden werden alljährlich zigtausend Geräte ausgemustert.



Kreislauf der Kinderarmut durchbrechen | DW | 02.02.2018

Armut ist relativ, je nachdem, wo man lebt. Armut in Zürich ist anders als Armut in Bukarest oder in Sao Paolo. Trotzdem haben internationale Organisationen wie die OECD oder die EU einen einheitlichen Maßstab für Armut entwickelt. Als arm gilt demnach, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung hat.




• Große Koalition gegen Kinderarmut

„Kinderarmut in Deutschland heißt nicht, dass Kinder verhungern oder arbeiten müssen, damit die Familie überleben kann, wie es anderswo auf der Welt der Fall ist. Kinderarmut heißt auch nicht, in Lumpen zu gehen und nur Wasser und Brot zu sich nehmen. Kinderarmut bedeutet, dass Familien sich nichts von den kleinen Dingen leisten können, die für andere so selbstverständlich sind:

 

Zum Beispiel Kino, Jahrmarkt, kleine Ausflüge, neue Bücher oder den Beitrag für den Sportverein. Scham spielt eine Rolle, oder die Tatsache, dass verschiedene Leistungen bei unterschiedlichen Stellen beantragt werden müssen. Kinderzuschlag, Wohngeld, Unterhalt, Hartz IV - der Weg durch die Bürokratie ist kompliziert und mühsam.


Experten gehen davon aus, dass 3 bis 3,5 Millionen Kinder in Familien leben, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung haben, also als arm gelten. Das Problem der Kinderarmut im reichen Deutschland ist seit Jahren bekannt. Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist ein gewisser Lichtblick, weil er das Problem klar benennt und konkrete Verbesserungen enthält.“

 

Quelle: tagesschau.de v. 11.3.2018

• VIDEOS

ARD-Mediathek vom 11. März 2018





• Langzeit-Studien zur Kinderarmut in Deutschland

Fazit der Langzeit-Studien: „Die Kinderarmut wächst weiter und die Folgen der Armut werden bisher nur lückenhaft erforscht. Was tun?“


Nico Lumma, SPD

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