• Überwachung, Manipulation, Ausspähung & Co.

§1: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Schon länger behaupten einige, das Zeitalter der Privatsphäre sei vorbei. So zum Beispiel Mark Zuckerberg. Der Berliner Think Tank „Internet & Gesellschaft“ behauptet, das Konzept der Privatsphäre sei wissenschaftlich überholt und technisch nicht mehr darstellbar. Eric Schmidt, der ehemalige CIO von Google sagt voraus, immer mehr Menschen würden in Zukunft freiwillig auf ihre Privatsphäre verzichten. Die neue Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär meint, unsere Datenschutzkonzepte seien aus dem 18. Jahrhundert.

Apple-Chef Tim Cook hingegen erklärt, er fühle sich den Deutschen sehr nah, weil sie seine Ansichten zum Schutz der Privatsphäre teilen würden: „Wir lesen Ihre E-Mails nicht, wir lesen Ihre Textnachrichten nicht – und wir finden es inakzeptabel, wenn jemand das tut. Ich will auch nicht, dass jemand bei mir mitliest!“

Schöne neue Welt

Gut möglich, dass das langsame aber beständige Verschwinden von Privatsphäre den klaren Blick trübt. Denn wir stellen uns freiwillig Wanzen in unsere Wohn- und Kinderzimmer, haben uns an an Überwachungskameras und  Gesichtsscanner in Restaurants, in Supermärkten, Umkleidekabinen und auf öffentlichen Plätzen gewöhnt. Wir wissen, dass jemand unsere  Tastatureingaben oder unsere Chats mitlesen kann.

 

Das alles hält uns nicht davon ab, die neuen Technologien unbekümmert und unverschlüsselt zu nutzen. Es betrifft ohnehin jeden von uns, und in Wahrheit haben wir „nichts zu verbergen“. Datenmissbrauch wird ansonsten nur kurz zum Aufreger, wenn ein großer Konzern wie Facebook bei fragwürdigen Transaktionen erwischt wird.

Facebook-Chef Zuckerberg hat nach seinen jüngsten  Absichtserklärungen  mitgeteilt, Verbesserungen am System könnten Jahre dauern. Dass selbst Gründer von Facebook uns inzwischen vor ihrem Netzwerk  warnen, beeindruckt auch nur wenige Menschen. Vielleicht verhöhnen sie uns deswegen.

 

 

Wer sich mit dieser Entwicklung nicht abfinden mag, dem seien Techniken zur Digitalen Selbstverteidigung empfohlen. Denn nichts schützt besser vor Manipulation als Wissen. Wem es nicht egal ist, was mit seinen Daten alles angestellt wird, der passt darauf auf. Daten sind nun mal das neue Öl oder Gold. Und vielleicht bringt ja ein Blick nach China oder in andere Länder den einen oder anderen zum Nachdenken.

 

PS: Die neue Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai 2018 offiziell in Kraft tritt, soll Nutzer besser vor Datenmissbrauch schützen.

 






• Überwachung im Kinderzimmer



• FACEBOOK...

Facebook-Gründer: "Sie vertrauen mir, die Idioten"

Facebook-Gründer Marc Zuckerberg soll vor mehreren Jahren Mitglieder seiner Website als Idioten verunglimpft haben. Der Grund: Sie hatten in Facebook private Daten preisgegeben.

Früh-Investor von Facebook warnt: "Nur Gott weiß, was es mit den Köpfen unserer Kinder macht"

Sean Parker war einer der ersten Investoren und der erste Präsident von Facebook Nun kritisiert er das soziale Netzwerk - wegen seiner möglichen Gefahren für Kinder Sean Parker hat früh das Potential von Facebook erkannt, 2004 wurde er ein früher Investor und der erste Präsident des Unternehmens von Mark Zuckerberg.

Soziale Netzwerke: Facebook zerstört die Demokratie

DIE ZEIT: Professor Ferguson, alle Welt redet von Netzwerken, Sie auch. Warum eigentlich? Der Historiker Niall Ferguson lehrte in Harvard und ist nun Senior Fellow der Hoover Institution an der Stanford University. In seinem neuen Buch The Square and the Tower analysiert er die Geschichte sozialer Netzwerke.



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Der überwachte Mensch zensiert sich selbst

Der Hacker-Kongress des Chaos Computer Club diskutiert über "Social Cooling": Wie wir unser Leben angesichts drohender Totalüberwachung einschränken. Die brave Bürgerin aus den USA beschlich das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben. Sie hatte sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kritisch über das Finanzamt geäußert. Aber - werten die Finanzbeamten öffentliche Daten aus?

USA: Visums-Bewerber sollen Accounts in sozialen Netzen auflisten

Wer in die USA reisen will und dafür ein Visum benötigt, soll künftig doch alle Accounts in sozialen Netzwerken auflisten müssen. Passwörter sollen nicht abgefragt werden. Noch sind die Pläne nicht beschlossen. Die US-Regierung will nun doch von allen Bewerbern für ein Visum eine Auflistung ihrer Accounts in sozialen Netzwerken verlangen, die in den fünf Jahren vor dem Visumsantrag benutzt wurden.

Der Daten-Dschungel

Gleichzeitig empfinden viele Deutsche Unbehagen, dass ihre Privatsphäre mehr und mehr durchleuchtet wird. "ZDFzoom" fragt: Wie viel Persönliches wollen wir preisgeben? Was bringt die schöne neue Welt - Freiheit oder Diktatur der Daten? "ZDFzoom" zeigt: Längst interessieren sich nicht nur Unternehmen wie Facebook, Google und Co., sondern auch die Politik für unsere Daten.



• Big Brother Awards 2018

Startseite | BigBrotherAwards

Die BigBrotherAwards bewirken viel: Sie machten zum Beispiel Rabattkarten, Scoring, Mautkameras, Farbkopierer und Handyüberwachung als Gefahr für Grundrechte und Privatsphäre bekannt. Sie warnten schon früh vor der Gesundheitskarte, der Steuer-ID und der Vorratsdatenspeicherung. Schon lange vor den Skandalen bei Lidl, Telekom, Bahn und Co. wurden die BigBrotherAwards an diese Konzerne verliehen.

Materialsammlung: Überwachungsgesamtrechnung | Digitalcourage

Aus dem Urteil von 2010, das die Vorratsdatenspeicherung kippte, erwuchs der Begriff der „Überwachungsgesamtrechnung"[^2], der einer Weisung des Bundesverfassungsgerichtes einen Namen gibt: Alle staatlichen Maßnahmen zur Überwachung dürfen nicht ausschließlich einzeln für sich bewertet werden, sondern müssen unbedingt in ihrer Gesamtsumme betrachtet werden.





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